Was ist damit gemeint?

Der Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ ist ein diözesanweiter Erneuerungsprozess. Er soll in allen Bereichen und Ebenen kirchlichen Handelns stattfinden.

Was bedeutet kirchliches Handeln?

Zum kirchlichen Handeln gehört alles, was den Mensch mit Gott in Verbindung bringt – (Gottesdienstliche) Gemeinschaft, Verkündigung und der Dienst am Nächsten, die Diakonie. Ganz konkret vor Ort ist es jegliches Tun und Handeln der Gemeinde, vom Umgang miteinender über die Vorbereitungen auf die Erstkommunion und Firmung bis hin zu den unterschiedlichsten Gottesdienstformen. Alles gehört zum kirchlichen Handeln, der sogenannten Pastoral.

Wie funktioniert dieser Erneuerungsprozess?

Der Prozess wurde von der Diözesanleitung initiiert, findet aber in jeder Kirchengemeinde und auf jeder höheren Ebene individuell statt. Die Vorgehensweise ist überall dieselbe (3 Phasen), der Prozess gestaltet sich aber aufgrund der Gegebenheiten vor Ort individuell. Die Phasen des Prozesses gliedern sich in geistliche Erneuerung und pastorale Ausrichtung (Phase 1), Pastorale Profilierung (Phase 2) und Pastorale Umsetzung und strukturelle Klärung (Phase 3). Anhand diesem „Fahrplan“ erarbeiten die Prozessteams vor Ort einen sog. „Entwicklungsplan Pastoral“, der die künftigen Schwerpunkte des kirchlichen Engagements beschreibt, gewährleistet und fördert.

Warum führt man diesen Erneuerungsprozess durch?

Mit diesem Prozess möchten wir die veränderten Bedingungen, unter denen die Pastoral heute stattfindet, wahrnehmen und sie dementsprechend ausrichten, dass sie zukunftsfähig und zielführend wird, und nicht nur ein Ritual aus alten Zeiten ist, das nach und nach an Sympathien verliert.

Start des Erneuerungsprozesses in unserer Seelsorgeeinheit

Für unsere Seelsorgeeinheit haben wir 2016 ein gemeinsames Prozessteam gegründet, welches für die Koordination des Prozesses zuständig ist und sich als Impulsgeber versteht.

Das ist unser Prozessteam:

  • Isabel Santos (Biberach)
  • Markus Mayer (Biberach)
  • Renate Tholen (Kirchhausen)
  • Manuela Daramus (Kirchhausen)
  • Claudia Correll (Neckargartach)
  • Gabriele Maier-Guettler (externe Prozessbegleiterin)
  • Michael Keicher (Pastoralteam)

Sollten Sie Interesse haben, im Prozessteam mitzuwirken, wenden Sie sich einfach an Gemeindereferent Michael Keicher.

Wie ging es dann weiter?

In einem ersten Schritt haben wir (das Prozessteam) erst einmal die Orte in unserer Seelsorgeeinheit in den Blick genommen, an denen Kirche überall stattfindet, und da kamen ganz schön viele „Orte“ zusammen. Orte stellen dabei nicht immer nur Lokalitäten dar, sondern auch Gruppierungen oder spezielle Aktionen.

In einem weiteren Schritt haben wir damit begonnen, diese Orte mit Ihnen zu teilen und gleichzeitig zu einer geistlichen Erneuerung eingeladen. Wir haben die Aktion“ Fünf Orte, eine Seelsorgeeinheit“ ins Leben gerufen. Unter diesem Motto machen wir uns auf, diese Orte, an denen Kirche stattfindet und gelebt wird, zu „besuchen“ und zwischendurch immer wieder inne zu halten.

Über Anregungen ihrerseits freuen wir uns natürlich riesig. In unseren Kirchen finden Sie dafür bereitgestellte „Briefkästen“ und Zettel über die sie uns folgende Impulse mitteilen können:

  • An meiner Kirche (am Ort) gefällt mir …
  • Von meiner Kirche (am Ort) wünsche ich mir …

Ökumenisch unterwegs in Bonfeld

Samstag, 29. September 2018, 14 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz Bislandhalle

Bei dieser Aktion laden die evangelische Kirchengemeinde Bonfeld und die katholische Seelsorgeeinheit Über dem Salzgrund ein, sich gegenseitig und Bonfeld näher kennenzulernen. Wir werden einzelne Stationen im Ort ablaufen und dazwischen immer wieder spirituelle Impulse setzen. Zum Abschluss der Aktion feiern wir gemeinsam Gottesdienst und lassen den Abend bei kühlem Getränk und Vesper im ehrwürdigen Gasthaus Krone ausklingen.

Folgende vier Haltungen sind für den Erneuerungsprozess hilfreich:

  • Wertschätzen (Sehen, Gesehen werden, Wahrnehmen, Wahrgenommen werden)
  • Erwaten (Warten, Warten können, Erwarten, Bereit werden, Gott erwarten)
  • Lassen (Lassen, Ausatmen – Loslassen, Den Verlust spüren – Die Erleichterung zulassen, Sich auf etwas (Neues) einlassen)
  • Vertrauen (Schenken, geschenkt bekommen, Spüren, Jemanden spüren lassen)

Das Dekanat Heilbronn-Neckarsulm hat für den Erneuerungsprozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ ein eigenes Gebet formuliert:

Jesus Christus,
du bist gegenwärtig in unserer Welt.
Mit der Stimme des Herzens
sprichst du zu jedem Menschen.
Schenke uns Augenblicke, sie zu hören.
Dann können wir vernehmen,
wie kostbar alle Menschen für dich sind
und wie du uns zu unseren Mitmenschen sendest,
Wie wir sehnen auch sie sich nach Sinn und Glück.
Hilf uns, in den Herausforderungen unserer Zeit
der österlichen Hoffnung zu trauen.
Sie fürchtet nichts.
Sie stärke uns.
Sie lasse uns mutig und zuversichtlich,
die Zeichen der Zeit erkennen,
das Nötige tun
und betend auszuhalten,
was nicht zu ändern ist.

Amen.