Seniorenausflug ins Erzgebirge
Die Seniorenrunde St. Alban startete mit 48 Personen am Sonntag, 19.07.2026 bereits um 6.00 Uhr in Richtung Ostdeutschland. Über Nürnberg – Bayreuth – Plauen – Chemnitz – unterbrochen durch das 2. Frühstück und das Mittagessen – ging die Fahrt nach Freiberg.
In der Bergstadt wurden wir von unserer Reiseleiterin Renate mit einem herzlichen „Glück auf“ begrüßt. Einst verband sich damit die Hoffnung auf reiche Silberfunde und die glückliche Heimkehr aus den Tiefen des Berges. Heute kündet der Gruß vom Stolz
der Bürger und ihrer Liebe zu der Silberstadt Deutschlands. Die denkmalgeschützte Altstadt lernten wir bei einer Rundfahrt mit der Silberstadtbahn näher kennen. Mittelalterliche Gassen zwischen Stadtmauer und Schloss verbinden die historischen Marktplätze, die gesäumt sind von bedeutenden Sehenswürdigkeiten und Bürgerhäusern mit reich verzierten Portalen. Es folgte eine aufschlussreiche Führung im Dom St. Marien, eine der schönsten Hallenkirchen Sachsens. Dabei war das Orgelspiel auf der berühmten Silbermann-Orgel das Highlight. Danach ging es weiter zum 3-Sterne Superior Hotel Weißes Roß in Marienberg, unser Quartier für die nächsten Tage.
Am Montag starteten wir nach dem Frühstück zu einer Panoramafahrt durch das Erzgebirge. Über Wolkenstein erreichten wir die Bergstadt Annaberg-Buchholz. Geprägt wird das Stadtbild durch die majestätische St. Annenkirche, einem Meisterwerk spätgotischer Baukunst, hoch thronend über dem Marktplatz von Annaberg. St. Annen ist eine der schönsten und größten Hallenkirchen Sachsens, deren Grundstein bereits 1496 – drei Jahre nach der Stadtgründung – gelegt wurde. Seit der Fertigstellung im Jahre 1525 dient die Kirche den Annabergern. Ein Großteil der Ausstattung blieb auch nach der Reformation erhalten. Nach einem kleinen Stadtrundgang fuhren wir mit der nostalgischen Fichtelbergbahn von Cranzahl aus in den Kurort Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands. Nach einer Kaffeepause im Hotel des erfolgreichen Skispringers Jens Weißflog, wo wir mit der bekannten Fichtelbergtorte verwöhnt wurden, erklommen wir mit dem Bus den 1215 m hohen Fichtelberg.
Der sich anschließende Besuch im Räucherkerzenland in Crottendorf und das Erzgebirgs-Buffet samt Alleinunterhalter, der für musikalische Stimmung sorgte, rundeten das Programm ab.
Am Dienstag ging es auf Entdeckungstour in das Spielzeugdorf Seiffen. Wer kennt sie nicht, die Räuchermännchen, Nussknacker, Pyramiden und Schwibbögen aus dem sächsischen Erzgebirge? Sie sind Erzeugnisse einer einzigartigen Handwerkskunst, die, seit hunderten von Jahren hier beheimatet ist.
Ein Besuch der 1779 erbauten Seiffener Bergkirche, samt Orgelspiel und Erläuterungen des Pastors, zeigte uns die spätbarocke Kirche, die von Spielzeugmachern, millionenfach nachgestaltet wurde und so auf fast allen Kontinenten bekannt ist.
Nach dem sich anschließenden Besuch des Nussknackermuseum – mit über 4400 verschiedenen Nussknackern – in Neuhausen mit der weltgrößten Spieldose, ging es weiter zur Likör- und Destillationsfabrik Ullmann. Hier durften wir den bekannten „Lauterbacher Tropfen“ – einen Kräuterschnaps – kosten.
Um 17.00 Uhr trafen wir uns dann in der Marienberger Kirche „Mariä Unbefleckte Empfängnis“ zu einem Gottesdienst, den wir zusammen mit den zwei mitgereisten Priestern feierten.
Am Mittwoch ging es nach dem Frühstück durch das malerische Zschopautal zum Schloss Augustusburg, der „Krone des Erzgebirges“. In der Kirche des Renaissanceschloss hängt das einzig erhaltene gemeinsame Bildnis des Kurfürstenpaares August und Anna sowie ihren 14 Kindern. Nach der Besichtigung des Brunnenhauses mit dem zweittiefsten Brunnen und dem ältesten erhaltenen Treibgöpel Sachsens, traten wir nach dem Mittagessen die Heimreise an.
Alle Mitreisenden waren stets bester Stimmung und es wurde auf der Reise viel gesungen und gelacht.
Der Dank gilt dem Organisationsteam und der Leiterin der Seniorengruppe St. Alban, Frau Herta Spazierer, die die Reise vorbereiteten und uns gemeinsam gut betreuten.
Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ geht an unsere beiden mitgereisten Priestern Herrn Pfr. Weingärtner und Herrn Pfr. Stefanos sowie dem Organisten im Gottesdienst Herrn Hans Kühner.
Gertrud und Werner Eggensperger















